| Mormonen |
Das göttliche Gesetz des ZehntenWährend der Wirtschaftskrise in den dreißiger Jahren lebten wir auf einer ärmlichen Farm in New Jersey. Der unergiebige Boden brachte nur magere Ernten. Erdbeeren waren die einzigen Pflanzen, bei denen unser Bemühen einen angemessenen Erfolg zeitigte, doch ist die Erdbeerzeit verhältnismäßig kurz, und unser Jahreseinkommen war fast nicht erwähnenswert.Ich verkaufte unsere Erdbeeren vor unserem Haus, das an einer Landstraße lag, in Zweipfundkörben. Die Einnahmen beliefen sich während der Erdbeerzeit auf $ 40 — für lange Zeit das einzige Bargeld, das wir besaßen. Die $ 4 waren als Zehnter eine klägliche Summe. und in einer Familie mit vier kleinen Kindern wurde das Geld für allerlei dringend gebraucht. Doch ich war entschlossen, unseren Zehnten zu zahlen, und ich tat es auch. Wir waren uns keiner unmittelbaren Segnung bewußt, außer der inneren Befriedigung darüber, daß wir das Rechte taten. Im nächsten Jahr wurden die Erdbeerpflanzen in der Gegend jedoch vom Brand befallen. Überall gingen sie auf den Feldern ein, außer bei uns. Unsere Pflanzen blieben gesund und trugen große. saftige Erdbeeren. Die Leute kamen meilenweit aus allen Richtungen, um unsere Erdbeeren zu kaufen. Unsere Kunden nahmen an, wir hätten eine widerstandsfähigere Sorte, und wollten für ihren Garten einige unserer Pflanzen kaufen. Als wir ihnen sagten, es sei dieselbe Sorte, die sie auch auf ihren Feldern hätten, nahmen sie an, daß wir unser Stück Land mit den Erdbeeren besonders gut gepflegt haben mußten, und sie waren skeptisch, als wir sagten, die Pflanzen seien ganz normal behandelt worden. Wir sagten ihnen, daß wir unser Einkommen vom vergangenen Jahr verzehntet hätten, doch gab es in unserer Gegend nur wenige Heilige der Letzten Tage, und die meisten schauten uns schief an, wenn wir den Zehnten erwähnten. Vielleicht sind die Segnungen nicht immer so auffällig. Mancher Heiliger der Letzten Tage hat fortwährend geschäftlichen Erfolg oder hat immer eine Arbeitsstelle und erfreut sich guter Gesundheit, hält diese Segnungen aber leicht für etwas Selbstverständliches. In einer wirtschaftlich sehr schlechten Zeit war die gute Ernte, womit wir gesegnet wurden, jedoch ein unwiderlegliches Beispiel für die Segnungen des Zehntenzahlens. Louise A. Kelly, , Februar 1982 5:46 PM - 28.3.2008
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